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Die Kürbis-Saison geht los!

Jetzt gibt es sie wieder: Kürbisse! Ein herrliches Gemüse - ob süß oder herzhaft zubereitet. Hier findet Ihr eine Reihe schöne ayurvedische oder ayurvedisch angehauchte Rezepte.

Kürbis-Saison: Photo von Syd Wachs (Unsplash)

Woher weiß ich eigentlich wann Kürbis-Saison ist?

Dafür gibt's einige Quellen im Internet - beispielsweise hier, einen Saison-Kalender von der Verbraucherzentrale, der auch an meinem Kühlschrank hängt. Schön ist hier, dass er nicht nur aufschlüsselt, was regional-saisonal gerade auf dem Markt zu finden ist, sondern auch, welche Lebensmittel als Lager- bzw. Importware zu einer bestimmten Zeit angeboten werden. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Kürbis, wie wir ihn in Deutschland kennen (also der Hokkaido, Butternut oder Muskatkürbis) ein Herbstgemüse ist. 

Ayurvedisch: Kürbis

In der ayurvedischen Lehre gilt der Kürbis als ein Gemüse, das die Vata-Energie ausgleicht. Kürbisse sind meist süßlich im Geschmack, und der süße Geschmack stimmt Gemüter milde, die sich mit Nervosität und Unruhe herumschlagen. Ayurveda klassifiziert Lebensmittel übrigens nicht nur nach dem Geschmack, sondern auch danach, wie welche Eigenschaften sie auf die Doshas haben, wie sich der Geschmack im Verdauungsprozess ändert und ob die Lebensmittel kühlende oder erhitzende Eigenschaft haben (Thermik). Dieser Artikel über einige im Ayurveda gebräuchlichen Kräuter gibt einen guten Überblick über die Klassifizierungskriterien, für diejenigen, die mehr wissen möchten.

Kürbis & Reflux

Auch bei Reflux-Beschwerden ist Kürbis empfehlenswert, dank seines milden pH-Wertes. Bei Reflux-Beschwerden tritt Magensäure in ungewollt die Speiseröhre - und mit ihr das Enzym Pepsin, das in saurem Milieu darauf ausgelegt ist, Nahrung zu zersetzen. Pepsin wird ab einem bestimmten pH-Wert aktiviert. Reflux-Patienten vertragen daher Lebensmittel gut, deren hoher pH-Wert das Enzym nicht aktiviert. Die für Reflux-Geplagte bekannten Symptome treten so seltener auf. 

Kürbis süß

  • Kürbis-Pancakes haben eine herrlich goldene Farbe und schmecken wunderbar! Gerade richtig für ein Frühstück am Wochenende!
  • Porridge oder Milchreis mit Kürbis - ein prima Frühstück für den Alltag im aufkommenden Herbst: wohlig-warm, süß und dank der Gewürzpalette kann man sich gleich auf Herbst und Winter einstimmen.  

Kürbis herzhaft

  • Kürbis-Risotto - eine herrliche Kombination, nährend und wohlschmeckend gewürzt mit Nelken und Koriander. Ich habe dieses Risotto bereits vielen Freunden gekocht. Selbst Daniel schmeckt es, dem mein Essen sonst "zu viele Gewürze" hat.
  • Kürbis-Suppe - perfekt für den Abend, wärmend, ein wahres Comfort-Food. Ich mag verschiedene Varianten: Kürbis-Suppe mit Pastinaken für viel Süße. Die Pastinaken verleihen jeder Suppe eine feine Note. Oder Kürbis-Suppe mit Curry, Zitronengras und Kokosmilch. Je nach Curry-Mischung ist auch das Ergebnis der Suppe ein anderes. Curry-Mischungen kann man entweder selbst machen, oder im Asia-Shop oder online kaufen, wie beispielsweise dieses wunderbare Curry vom Zauber der Gewürze-Shop.

Für Suppen wähle ich als Topping gerne Kürbiskernöl. Das Öl schmeckt wundervoll nussig und schmeckt auch großartig mit verschiedenen Salaten, z. B. Feldsalat. Die Haltbarkeit von Kürbiskernöl ist relativ kurz, ich kaufe daher meist nur eine kleine Flasche - nach Anbruch sollte die Flasche innerhalb von circa 3 Monaten aufgebraucht werden (für ein optimales Geschmackserlebnis). 

Schale ab?

Das kommt auf die Sorte und das Gericht an. Grundsätzlich ist die Schale bei vielen Sorten essbar, bei einigen braucht sie allerdings lange, bis sie gar wird. Ich lasse sie beim Hokkaido-Kürbis immer dran, und schäle in der Regel Butternut oder Muskatkürbis. Da ich andere Kürbissorten bislang wenig verarbeitet habe, habe ich zu anderen Sorten keinen Tipp.

Und die Kerne?

Aufheben! sagen viele. Kürbiskerne säubern, trocknen, rösten, etwas salzen: Der perfekte Snack, denn Kürbiskerne haben es in sich. Ich muss allerdings sagen, dass es ganz schöner Aufwand ist. Ich mache es also nur, wenn ich viel, viel Zeit habe. Man kann schließlich nicht gut in allem sein.