Reisen

Für mich bedeutet Reisen immer auch die Suche nach einem anderen Alltag, nach der Möglichkeit eines anderen Lebens. Hier einkaufen? Zum Friseur gehen? Meine Miete zahlen, aufräumen und zum Sport gehen? 

Reisen: Versuch eines anderen Alltags

Europa

Hier bin ich zuhause. Einige Orte sind mir vertrauter als andere. In Oldenburg in Norddeutschland bin ich geboren, in Leipzig und Lissabon habe ich einige Zeit gelebt. Alle diese Orte liegen mir am Herzen. Europa ist wundervoll: So bunt, so vielseitig auf relativ kleinem Raum. Ich spreche Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Deutsch. Französisch kann ich gut verstehen, Italienisch reime ich mir zusammen, auf Türkisch kann ich zumindest meinen Namen sagen und einen Kaffee bestellen. Ich liebe das! Sprachen, Essen, Kultur, Gerüche. Diese Orte habe ich bereits kennengelernt.

AFrika

Afrika ist meine heimliche Liebe. Dieser Kontinent hat mich immer fasziniert, obwohl ich ihn bislang erst zwei mal bereist habe. Die Farben, die Musik, das Licht - alles großartig und spannend. Anfangs dachte ich an Wüste und Kargheit, doch mein Afrika ist grün und bunt. Das andere Afrika muss ich erst noch kennen lernen.

Amerika

Las Américas hieß es bei mir im Studien. Ich mochte diese Perspektive. Amerika, sprich die USA, prägen einen, ob man möchte oder nicht. Film, Musik, Literatur, Essen. Dass ich Amerika zunächst nur aus der Theorie kannte, aus Film und Literatur, trifft für beide Teile des Kontinents zu. Ich schrieb 2010 die Abschlussarbeit meines Studiums über das Grenzgebiet zwischen den USA und Mexico – und dessen Darstellung in Hollywood-Filmen. Die USA bereiste ich 2015 zum ersten Mal, Lateinamerika 2016. Das wird auch mal Zeit, dachte ich. Ist es so, wie ich es mir vorstelle? Könnte ich hier leben? Same, same, but different, die Antwort Asiens, wäre hier ebenso zutreffend.

Asien

Asien bereiste ich 2010 zum ersten Mal. Eigentlich hatte ich das viel früher geplant. 2001 wollte ich mit einer Freundin das Dreiländereck Vietnam, Laos und Kambodscha bereisen und die Reise filmisch dokumentieren. Ich machte Kurzfilme als Teenager und interessierte mich sehr für Dokumentarfilm – und für das Reisen. Mich interessiert sich, wie sich der Blick des Reisenden im Laufe der Reise ändert. Zu der Reise kam es 2001 nicht, weil ich das Geld für andere Dinge benötigte, doch die Perspektive interessiert mich immer noch und begleitet mich auf all meinen Reisen. Wir reisen niemals wert- und vorurteilsfrei, im Idealfall können einige dieser Vorurteile im Laufe einer Reise auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden. Und doch handelt es sich immer nur um einen Schnappschuss, der die Erfahrung prägt.

Wo zieht es mich als nächstes hin?

Ideen und Gedanken findet ihr auf meiner Bucket List.