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Ayurveda-Einstieg mit Ichgold

ich beschäftige mich bereits eine Zeit lang mit Ayurveda und weiß, dass der Einstieg schwierig sein kann, obwohl Ayurveda keine Dogmen und keine Verbote kennt. Umso glücklicher war ich, als ich merkte, dass es auch anders geht: Pragmatisch, alltagsnah und immer wieder den eigenen Anspruch hinterfragend. So habe ich den Tellergold-Kurs von Dana & Matthias Schwandt erlebt, über den ich hier ein wenig erzählen möchte.

Ayurveda-Einstieg mit Ichgold / Tellergold

Weshalb mache ich den Kurs?

Ihr wundert euch vielleicht: Ich beschäftige mich schon länger mit Ayurveda, wozu ein Einsteiger-Kurs zum Thema? Vielleicht weil ich wünschte, ich hätte auf diesem Weg Kontakt zu Ayurveda bekommen. Dana Schwandt führt so pragmatisch an Ayurveda heran, dass Verstand und Körper in der Lage sind, langsam zu begreifen, worum es im Ayurveda wirklich geht: Es gibt keine Verbote, keine Dogmen, das Ziel ist, sich selbst besser verstehen zu lernen. 

Mein erster Kontakt mit Ayurveda verlief gut: Ich las hier und da Dinge, die ayurvedischen Ursprungs waren, probierte sie aus. Wenn ich merkte, dass sie mir gut tun, machte ich weiter. Mein Interesse an Ayurveda wuchs, ich ging zu einer ayurvedischen Ernährungsberatung und kam nach Hause mit einer Liste an Lebensmitteln, die ich essen oder meiden sollte. Ich liebe Listen, und dennoch: Ab da wurde es kompliziert. Ayurveda kennt keine Verbote: Das las ich zwar, aber es fühlte sich anders an. 

Wem das Thema Ayurveda neu ist, dem empfehle ich den Tellergold-Kurs von Ichgold und Danas Podcasts, um Ayurveda möglichst einfach in den Alltag zu integrieren und nicht in die gleiche Falle zu tappen wie ich. Der Kurs beschäftigte sich zur Hälfte mit der Frage: Wie schaffen wir es überhaupt, unsere (Ess)-Gewohnheiten nachhaltig zu ändern und welche Annahmen liegen ihnen zugrunde? Nicht zuletzt definiert Dana das Tempo: Nachhaltig das eigene Verhalten zu ändern, funktioniert besser in kleinen Schritten. Hier konnte ich für mich viele Erkenntnisse aus dem Kurs ziehen. Zum Beispiel: Mir wurde bewusst, wie häufig ich mich ärgere, wenn ich es nicht schaffe, mich an die ayurvedischen Prinzipien zu halten. Klassischer Fall: Ich bin zum Essen eingeladen und es gibt etwas, das ich sonst nicht essen würde. Oder wir sind unterwegs und ich esse zu anderen Zeiten, was häufig meinen ganzen Organismus durcheinander bringt. Dank Tellergold wurde ich mir wieder bewusst: Ayurveda verlangt nichts von mir, ich bin diejenige mit dem Perfektionsanspruch. Diesen abzulegen und sich an 4 von 7 Tagen an ayurvedischen Prinzipien auszurichten oder (in Schulnoten) eine 3+ anzustreben statt einer 1+, sind für mich Schlüsselsätze gewesen.

Wir sind Teil der Natur

Das war noch so ein Satz, der es mir einfacher machte, Theorien der ayurvedischen Lehre zu verstehen. Ich habe mal einen ayurvedischen Kochkurs gemacht, bei dem wir auch Grundlagen lernten. Als wir beim Punkt feinstoffliche und grobstofflliche Materie angekommen waren, stieg ich gedanklich aus. Zu esoterisch, dachte ich. Wir sind ein Teil der Natur, und die Natur ein Teil von uns – das ist dagegen ein Satz, der es für mich plastisch macht. Ayurveda geht ja davon aus, dass das Leben aus den Energien Vata, Pitta, Kapha besteht. Sie finden sich in allem wieder: Tagesformen sind durch unterschiedliche Energien bestimmt, Jahreszeiten, und auch wir. Wir bestehen aus Zellen, biochemische Prozesse sind für einen Teil (oder alle?) unserer Gefühle und Gedanken verantwortlich. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir sind ein Teil der Natur, die Natur ist ein Teil von uns. Und je dichter, das, was wir zu uns nehmen, an der Natur ist, desto besser können unsere Zellen es verstoffwechseln. 

Struktur hilft

Hunden und Kindern besonders, doch grundsätzlich uns allen. Sie bietet Sicherheit. Das Gehirn bzw. wir müssen uns nicht ständig auf Neues einstellen. Einige treiben es soweit, dass sie täglich das gleiche anziehen, doch in Bezug auf unseren Stoffwechsel bedeutet es erst einmal, immer zur gleichen Zeit zu essen. Ich erinnere mich an einen Lebensabschnitt im Studium, wo ich mir überlegte, um 11h Mittag zu essen, um die Zeit in der Bibliothek optimal nutzen zu können (so hatte ich vor der Mittagspause einen 3stündigen Block zum intensiven Arbeiten und nach der Mittagspause einen 2stündigen Block zum Aufarbeiten). Erst war ich skeptisch, ob ich um 11h überhaupt Hunger verspüren würde, immerhin hatte ich noch nie zu einer so frühen Zeit Mittag gegessen. Es dauerte 2 Wochen und mein Magen signalisierte bereits um 10:45 mit einem Hungergefühl, dass jetzt gleich Mittag sei. Die Wiederholung macht's, und so setzt Danas Kurs erst einmal dort an: Bevor irgendetwas am Essverhalten geändert wird, beginnt man damit, eine Struktur dafür aufzustellen, wann man isst. 

Essenspausen

3-4h Pause zwischen zwei Mahlzeiten, das empfiehlt Ayurveda. Die Snack-Industrie könnte einpacken. Es ist leichter, als man denkt. Ich scheitere eigentlich nur an Tagen, an denen ich in Selbstmitleid versinke und denke, ich müsste mir was Gutes tun (sich solcher Gedankenmuster bewusst zu werden, ist übrigens ebenfalls Teil des Kurses). Auch die Pausen dienen einem optimalen Stoffwechsel. Das Bild dazu, was ich prägnant fand, lautet: Man kocht keinen wohlschmeckenden Pott Reis, wenn man während des Kochprozesses immer mal wieder ein neue Reiskörner hinein wirft. 

Kaiser, König, Bettelmann

Struktur, Pausen, und Umfang der Mahlzeiten: Dies sind die Grundbausteine, über die Dana & Matthias den Tellergold-Kurs aufbauen. Lebensmittel und ihre Wirkung kommen auch vor, ebenso wie die Dosha-Konstitutionen, Dana betont jedoch immer wieder, dass es dabei um Details geht, die ihre Wirkung erst voll entfalten können, wenn das Grundgerüst steht. 

Die Mental-Emotionale Ebene

Seid ihr auch aufgewachsen mit der Weisheit, dass man aufessen muss, damit am nächsten Tag die Sonne scheint? Unseren Handlungen liegt eine Vielzahl solcher, oft unbewusster, Glaubenssätze zugrunde. Das macht es schwierig, das eigene Verhalten langfristig zu ändern – zumindest dann, wenn man sich ihrer nicht bewusst ist. Eine nachhaltige Änderung unseres Verhaltens hat also nur Aussicht auf Erfolg, wenn man seine inneren Dogmen bewusst macht und abbaut. Perfektionismus gehört auch dazu, ich erwähnte ja bereits, dass ich hier für mich die meisten Erkenntnisse herausholen konnte. Seitdem versuche ich nach einer entspannten 3+ zu streben, nicht mehr, nicht weniger. Klingt das interessant für euch? Dann schaut doch mal bei ichgold vorbei. Sat nam, die Weisheit steckt in dir, Baby! , sagt die liebe Dana immer.

Ach ja, mein Doc zu ayurvedischen Ernährungsregeln habe ich mit einem neuen Wording und Fokus versehen. Weg von Regeln, hin zu: Worauf kommt es Ayurveda eigentlich an? In Kürze schaffe ich es dann hoffentlich auch wieder, euch ein paar neue Rezepte zu präsentieren, oder alte Rezepte reloaded mit mehr Pragmatismus.