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Bald startet das Elternzeit-Reise-Projekt!

Drei Monate werden Daniel und ich mit dem Zwerg durch Europa REISEN & KOCHEN. Heute erzähle ich ein wenig zu unseren Plänen.

Die Route

Der Plan ist ganz einfach: Wir gucken mal, wie schnell sich Pablo an ein neues Umfeld gewöhnt und dann entscheiden wir das Tempo und die tatsächliche Route. Wir starten in Portugal. Ursprünglich hatte ich mal die Idee, jeweils einen Monat an einem Ort in Europa zu verbringen. Anstelle ständig unterwegs zu sein, denn ich hatte von Freundinnen gehört, dass deren Zwerge eher auftauten, sobald sie länger an einem Ort verweilten. Nun ja, irgendwann dachten wir: Wenn man sich 3 Monate Zeit nimmt, sollte man etwas machen, was man nur machen kann, wenn man Zeit hat. Wir dachten daran, Europa langsam zu erfahren, mit Bus, Bahn, Fähre. Ein Auto werden wir sicherlich auch mal mieten. Alles in allem geht es darum, Europa in seinen Dimensionen spürbar zu machen. Mit dem Flugzeug gelangt man so schnell von einem Ort zum anderen, dass man dies oft kaum wahrnimmt.


"Ihr könnt auch 3 Monate an einem Ort bleiben.", sagte mein Vater mir kürzlich, "auch das kann man nur machen, wenn man 3 Monate Zeit hat." Recht hat er. Er erinnerte damit an seine Reise mit mir und meiner Mutter nach Paros im Jahr 1980. In Erzählungen wurde mir das häufig als "Genesungsurlaub" für mich präsentiert (Ich war mit einem Herzfehler auf die Welt gekommen und mit 2 Jahren operiert worden). Es zeigt, dass eine Auszeit immer möglich ist, auch ohne Elternzeit und Elterngeld-Regelungen, wie es sie heute gibt. Ich vergesse das manchmal, denn anders als einige Nomaden, die Hab und Gut verkaufen, um auf Weltreise zu gehen, brauche ich ein Sicherheitsnetz und kann mir einen solchen Bruch schwer vorstellen. Drei Monate dagegen: Her damit! Meine Tante, die meine Eltern und mich 1980 auf Paros besuchte, schickte mir kürzlich Fotos aus der Zeit. Was für eine schöne Erinnerung, auch und vor allem an meine Mutter, die 2002 an Krebs verstorben ist. Hat Pablo Ähnlichkeiten mit mir als kleines Kind? Hoffentlich ein bißchen!

Gepäck

Möglichst wenig, klar. Inspiration habe ich hier und hier bekommen. Derzeit sortiere ich schon mal vor und streiche später noch mal Überflüssiges raus. Im Idealfall kommen wir aus mit:

  • 1 großer Rucksack 2 große Rucksäcke
  • Ein kleiner Tagesrucksack
  • Kinderwagen mit Babyschale, gleichzeitig Autositz
  • Eine Trage
  • Ein kleines Schlafzelt für Pablo, das auch als Strandmuschel taugt.

Zum Glück gibt's ja Windeln überall. Was meinen Ayurveda-Lebensstil betrifft, so lasse ich mein Gewürzregal natürlich ungern zurück. Die Lösung ist allerdings einfach: Meine Vata-Gewürzmischung kommt mit, damit liege ich nie falsch, ebenso ein leckeres Orangen-Curry. Für's Frühstück werde ich mir Ostern eine Gewürzmischung selbst machen, die ich mitnehmen kann. Jaja, Gewürze gibt es auch im Rest Europas, vielleicht sogar besser und frischer als hier, doch ich möchte mir ja auch nicht auf der Strecke ein riesiges Repertoire anlegen, sondern insgesamt leichtfüßig unterwegs sein. 

Tja. Mehr zu sagen gibt es erst einmal nicht. Das nächste Mal melde ich mich aus Portugal! Häufiger und aktuell schaffe ich es übrigens zur Zeit auf Instagram.