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Spaghetti mit rot-orangener Soße

Pasta Napolitana, die klassische Tomatensoße, hat keinen besonders hohen Rang in der ayurvedischen Küche. Die Tomate hat viele gute Eigenschaften, aber auch sehr viel Säure. Auch bei Menschen, die unter Reflux leiden, hat sie deshalb einen schlechten Ruf. Eine mögliche Alternative ist diese Pastasoße mit Karotten, Paprika und mediterranen Gewürzen: Weniger Säure und leicht süßlich im Geschmack.

Spaghetti mit roter Soße

Ergibt ca. 700 ml Soße:

ca. 6-8 Karotten

1 rote Paprika

1-2 Strunk Staudensellerie

ca. 3 TL Kräuter der Provence oder mediterrane getrocknete Kräuter (Basilikum, Oregano, Thymian)

1/2 TL Rosmarin getrocknet

Etwas Asafoetida/Hing

Etwas Olivenöl zum Andünsten

Wasser

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Gut zu wissen:

  • Als Topping kann man frische Kräuter ergänzen, oder wie ich: schwarze Oliven und etwas Majoran.
  • Die Soße lässt sich gut auf Vorrat kochen und einfrieren. Dazu leere Marmeladengläser nehmen und nicht ganz bis unter den Rand fühlen: So kann sich die Soße ausdehnen ohne dass das Glas platzt. Als oberste Schicht eine dünne Schicht Olivenöl, das die Oberfläche versiegelt. Zum Auftauen am Morgen aus dem Gefrierfach holen, mittags ist die Soße in der Regel bereits aufgetaut.

Die Tomate: Lange Zeit hatte ich das Gefühl, es gibt kaum ein Gericht ohne sie. Kocht man mit Freunden, ist auf jeden Fall Tomate dabei: In der Gemüsepfanne, der Nudelsoße, dem Auflauf. Als ich feststellte, dass Tomaten bei mir Reflux verursachen, wurde ich gefühlt zum Störfaktor. Sagte ich: "Am liebsten ohne Tomaten." bei der Planung für gemeinsame Kochabende, blickte ich in ratlose Gesichter. Auch eine Pastasoße mit Karotten wird nicht jedermanns Sache sein, doch für Leute, die wie ich Tomaten schlecht vertragen, ist sie eine gute Alternative. Für alle anderen vielleicht zumindest einen Versuch wert.

Aber auch um die Tomate steht es mittlerweile nicht mehr so schlecht: Ich weiß mittlerweile, dass ich gehäutete und entkernte Tomaten besser vertrage und verwende sie in meinen Gerichten auch wieder gelegentlich. Eine Pasta Napolitana würde allerdings nicht folgenlos bleiben, deshalb gönne ich sie mir in Italien, wo die Tomaten am köstlichsten sind und sich für mich Kompromisse lohnen. Bis dahin gibt es Karotten-Paprika-Soße:

So geht's

  1. Karotten schälen und sowohl Karotten, als auch Paprika und Sellerie in kleine Stücke schneiden.
  2. Olivenöl in einem Topf erhitzen und Asafoetida und die getrockneten Kräuter darin leicht andünsten.
  3. Anschließend das Gemüse hinzugeben und ebenfalls leicht andünsten.
  4. Etwas Wasser angießen – so, dass der Boden gerade bedeckt ist – und bei kleiner Flamme garen lassen. Kontrollier zwischendurch immer mal, ob noch genügend Wasser da ist und gieß gegebenenfalls etwas nach. Das Gemüse soll nicht schwimmen, aber auch nicht anbrennen.
  5. Nudelwasser aufsetzen und wenn es kocht, Spaghetti darin al dente kochen.
  6. Sobald das Gemüse weich ist, püriere die Mischung mit dem Zauberstab. Gieß so viel Flüssigkeit an, dass die Soße die Konsistenz bekommt, die du möchtest.
  7. Abschließend mit Pfeffer, Salz und Gewürzen abschmecken. Kochst du auf Vorrat, fülle jetzt die Soße in die Marmeladengläser. Lasse sie abkühlen auf Zimmertemperatur, bevor du sie verschließt und in das Gefrierfach stellst.
  8. Für die Spaghetti: Nudelwasser abgießen und die Spaghetti im Rest der Pastasoße schwenken, so dass alles gut verbunden ist: Garnieren und servieren. 

Guten Appetit!