Rezept: Kitchari mit Zucchini

I'm back on the Ayurveda track. Die letzten Wochen (Monate) habe ich mich eher alten Gelüsten hingegeben. Das hinterlässt Spuren, und so habe ich mir vorgenommen, meinem Magen wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu gönnen: Mit einem herrlich leichten und sommerlichen Kitchari.

Rezept: Kitchari mit Zucchini

Kochen, aufräumen, Kunst und Liebe lautet das Programm für heute. Ayurveda, das wiederhole ich ja gerne, braucht Vorbereitung. Und so verbringe ich den Sonntag gerne in der Küche, überlege mir, was ich die Woche über essen möchte und bereite entsprechend vor. Das ist natürlich besonders wichtig, wenn man, wie ich heute, den inneren Widerstand überwinden möchte, der die letzten Wochen genölt hat: Ich habe keine Lust zum Kochen, ich möchte einfach essen gehen / es soll schnell gehen / Jetzt habe ich schon Hunger und kann nicht mehr warten, bis es fertig ist / Ich möchte mal wieder Nutella essen etc. pp.

Während also in meinem aus San Francisco mitgebrachten Slow-Cooker Ghee blubbert, mache ich mich an ein Kitchari-Rezept von Kate Schwabacher. Kate macht Yoga und Ayurveda, irgendwo in der Bay Area. Ich kenne sie nicht, aber Kate sieht frisch und freundlich aus, und mir gefiel ihre Webseite. Ich probierte  ein paar Rezepte aus, die lecker schmeckten: Diesmal habe ich statt Mangold, wie Kate, Rote Beete Grün verwendet, aus dem einfachen Grund, dass ich auf das zurückgreifen wollte, was ich am Tag zuvor vom Flottbeker Wochenmarkt mitgebracht hatte. 

Kurkuma und Rote Beete-Grün geben dem Kitchari eine schöne Färbung. Der Geschmack, mit dem Coconut Aroma im Hintergrund ist ungewöhnlich, erfreut meinen Bauch jedoch voll und ganz. Die Konsistenz des Kitcharis sollte weich und sämig sein, beinahe wie ein Porridge. Damit man überhaupt noch etwas zum Kauen hat, lasse ich das Gemüse meist in mundgroßen Stücken.

Sesam gibt übrigens den Pepp bei diesem Gericht – den würde ich keinesfalls weglassen!

Kitchari in Gläsern

Mit dem Kitchari habe ich auf jeden Fall ein paar Portionen gut, die ich in alten Marmeladen-Gläsern in der Gefriertruhe verwahre, bis sie zu ihrem Einsatz kommen. Vorkochen ist wichtig, sonst drehe ich unter der Woche schnell durch. Ich erinnere mich an einige Abende, wo mir um 22 Uhr einfiel: Oh Gott, ich habe noch gar kein Mittag-Essen für morgen! Um dem vorzubeugen, friere ich ein. Du frierst Gläser ein?!, sagten mir schon einige Freunde mit aufgerissenen Augen: Ja, ich friere Gläser ein. Ich reagierte übrigens ebenso fassungslos, als ich zum ersten Mal sah, wie mein Ex-Freund Gläser einfrierte, bis er mir folgende Tipps gab:

  • Ein grade geschnittenes Glas ist besser als ein bauchiges.
  • Das Glas sollte nur bis ca. 1-2 cm unter den Rand gefüllt sein, so dass sich die Flüssigkeit noch ausdehnen kann. 
  • Auf Suppen oder Soßen träufelte er eine Schicht Öl. Ich habe vergessen weshalb und bin nicht sicher, ob es notwendig ist. Sofern es etwas nützt, hat es vermutlich mit der unterschiedlichen Viskosität von Wasser und Öl zu tun. Wirkt das Öl als Puffer zwischen Glas und Suppe? Versiegelt die Ölschicht die Suppe einfach, ähnlich wie es bei Pesto der Fall ist? Nun, das Internet ist ratlos, und so auch ich. Physik und Chemie zählten nie zu meinen starken Fächern in der Schule, vielleicht habe ich falsch gegoogelt. Entscheidet also selbst, ob ihr diesen Tipp beherzigen wollt, oder nicht.

Ich verwahre meine Suppen und Kitcharis meist in Marmeladen-Gläsern mit ca. 300-400g Fassungsvermögen, was einer kleinen Portion entspricht. Die Gläser kosten nichts, und statt sie zum Altglas-Container zu bringen, gibt man ihnen so eine schöne neue Aufgabe, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Und so geht es:

Kitchari mit Zucchini

Zutaten für 5 Portionen:

  • 1 Cup Basmati Reis
  • 1/2 Cup gelbe Mungbohnen
  • 1 EL Ghee
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Cuminsamen
  • TL Kurkuma
  • 2 1-2 cm große Stücke frischer Ingwer
  • 5-6 Cup Wasser
  • 1 TL Koriandersamen
  • EL Sesam
  • 1 EL Coconut Flakes
  • ca. 3-5 Blätter Rote-Beete-Grün (oder Mangold)
  • 1 Zucchini
  • 1/2 TL Meersalz
  • Frischen Koriander

Zubereitung:

  1. Reis und Mungbohnen unter fließend Wasser abspülen.
  2. Ghee in einem Topf erhitzen, Fenchelsamen, Cumin und Kurkuma hinzugeben und leicht andünsten.
  3. Reis und Mungbohnen ebenfalls mit andünsten, sowie die Zucchini-Stücke.
  4. Nach ca. 2-3 Minuten die Ingwer-Stücke, Koriandersamen und Coconut-Flakes hinzugeben und kurz mit andünsten.
  5. Das Wasser angießen und das Kitchari ca. 20-30 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  6. 5 Minuten vor Ende das Rote-Beete-Grün hinzugeben, pfeffern und salzen.
  7. Ähnlich wie beim Risotto lasse ich das Kitchari meist noch ein paar Minuten stehen und ziehen, wenn die Kochzeit durch ist.

Es erwartet dich: Ein zartes Kitchari mit kleinen aromatischen Spitzen mittels Koriandersamen, Koriandergrün und Coconut Flakes. Guten Appetit!