Rezept: Kartoffelsalat mit Avocado

Wir schimpfen noch über den Sommer, aber dabei grillen wir schon – so schlimm kann es also nicht sein. Dieses Wochenende sind Daniel und ich gleich bei zwei BBQ zu Gast. Und das, obwohl das Wort BBQ meinen Magen schnell in Aufruhr versetzt: Zu viel von allem: Alkohol, Essen, Würze. Ich versuche dann, dem Buffet etwas Leichtes beizusteuern, wie diesen ayurvedischen Kartoffel-Salat mit Avocado.

Avocado für einen ayurvedischen Kartoffelsalat

Eigentlich müsste ich dieses Rezept meiner Freundin und Nachbarin Jessy widmen, die mich bereits mehrfach gebeten hatte, es niederzuschreiben. Das Rezept ist allerdings so einfach (und lecker), das ich bislang das Gefühl hatte, es lohne sich kaum. Frische lautet das Gebot der Stunde, davon ab ist die Zutaten-Liste (s. unten) eher sparsam. Frischer Dill und reife Avocados machen diesen Kartoffel-Salat zu meinem liebsten Begleiter für Grill-Parties. Herrlich kühlend an einem schönen Sommerabend. 

Doch wir sind in Hamburg, und da weiß man nie mit dem Wetter. Eine Kollegin sagte kürzlich, sie habe sich gewundert, weshalb die Hamburger ständig über das Wetter reden – bis sie feststellte, dass das Wetter in Hamburg tatsächlich Thema ist. Genau genommen liegt Hamburg nicht an der Küste, aber das Wetter ist ähnlich unbeständig. Statt einer lauen Sommernacht gab es gestern Regen und Unwetter, und statt Grill-Fleisch gab es Chilli con Carne. Ich fand: zum feurigen Chilli ist der Kartoffel-Salat auch nicht schlecht.

Die Grill-Saison ist tückisch für einen sensiblen Magen: Man isst große Mengen Fleisch (bei einem normalen Abendessen zu Hause würde ich vermutlich nicht ein Steak, ca. 2 Bratwürste, einen Teller Salat, plus Brot mit Dip verzehren können), Knoblauch ist aller Leute Freund (ich sagte an anderer Stelle bereits, dass Hobby-Köche was Knoblauch betrifft viel schlimmer sind, als wirkliche Gastronomen. Bloss nicht zu wenig), deshalb bringe ich auch häufig Hummus mit zu solchen Gelegenheiten. Auch die Salate sind für meinen Magen zu später Stunde eher schwer verdaulich, nicht so ein Salat aus gekochten Kartoffeln und Avocado. Eine wahre Wohltat, bei so simpler Zubereitung.

Die Zubereitung ist tatsächlich so einfach, wie es aussieht:

Man braucht dafür:

  • 4-5 festkochende oder vorwiegende festkochende Kartoffeln. Ich hatte die „Annabel“, was vor allem deshalb vorzüglich passte, weil dies der Name der Gastgeberin war.
  • 2 reife Avocados
  • Eine Hand voll frischer Petersilie
  • Eine Hand voll frischem Dill
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln kochen
  2. Kartoffeln pellen und, ebenso wie die Avocados, würfeln.
  3. Die Kräuter waschen und mit der Salatschleuder trocknen, dann fein hacken.
  4. Alles mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer vermischen. Ich benutze meistens direkt die Hände, so geht es besser als mit einem Löffel. 

Wohl bekommt's!