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Pasta-Teig für selbst gemachte Ravioli

Ich koche nicht mehr, könnte man meinen. Stimmt aber nicht! Gestern habe ich mit Freunden Ravioli gemacht. Ich besitze eine Nudelmaschine, mindestens einmal im Jahr ist sie im Einsatz, und hat somit Berechtigung in meiner Küche einen Platz einzunehmen. Wie geht Pasta-Teig? Das erfahrt ihr hier. Es ist eigentlich ganz einfach.

Selbstgemachte Ravioli

Für eine gute Portion Teig:

500 g Mehl - Weizenmehl und Hartzweizengrießmehl, gerne auch gemischt.

Salz

Wasser

Gut zu wissen:

Hartweizengrießmehl gibt es in italienischen Lebensmittelmärkten wie Andronaco in Hamburg.

Farbiger Teig lässt sich leicht mit Lebensmittelpuder – zB Rote Beete, Spinat – herstellen, so wie er auch für Smoothies verwendet wird.

Ursprünglich war die Nudel-Maschine ein Geschenk an einen guten Freund, der uns die Nudel-Maschine nach 2 Jahren zurück gab mit den Worten: „Bei mir steht sie nur im Regal. Ihr benutzt sie sicher öfter als ich. Ladet mich dann doch bitte zum Essen ein!“. Ein fairer Deal, dachte ich. Ich knüpfte das Rück-Geschenk an eine Bedingung: Jedes Gerät soll mindestens einmal im Jahr benutzt werden - sonst fliegt es raus. Der Platz in der Küche ist rar, ich dulde keine Stubenhocker. Mindestens einmal im Jahr gibt es bei mir also hausgemachte Pasta.

Braucht man wirklich eine Nudel-Maschine? Tja. Mit dem Nudelholz bekommt man den Teig kaum so dünn, wie er für ein gutes Geschmackserlebnis sein sollte. Je dünner der Teig, desto besser schmecken die Nudeln. Ein besseres Argument gibt es nicht, oder?

So geht's

  1. Mehl in eine große Schüssel sieben
  2. Eine großzügige Prise Salz dazu
  3. Wasser angießen und beginnen den Teig zu kneten.
  4. Teig kneten bedeutet: Mindestens 15 Minuten kneten, bei Bedarf immer wieder Flüssigkeit nachgießen, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht.
  5. Den Teig in Frischalte-Folie oder in ein Geschirr-Handtuch wickeln und im Kühlschrank eine halbe Stunde gehen lassen.
  6. Dann kann es losgehen!

Diesmal experimentierten wir mit Spinatpulver, Rote-Beete-Saft und Kurkuma, um dem Teig Farbe zu verleihen. Je nach dem kann das Pulver oder der Saft einfach bei den Schritten 1-3 ergänzt werden. Im Ergebnis entstand ein schöner Marmorier-Effekt, der mich an Arbeitsgemeinschaften in der 4. Klasse zurückdenken ließ. 

Wir machten zweierlei Formen Ravioli mit zwei unterschiedlichen Füllungen (eine mit Tomaten, Nüssen, Basilikum und Knoblauch, eine mit Rote Beete, Ricotta und Zitronen-Zesten). 

Meine Nudel-Maschine ist diese hier. Sie läuft wie eine eins. Ich reinige sie, indem ich am Ende ein Stück Küchenpapier durchnudele. Mit einem Ravioli-Brett geht das Ausstechen unglaublich fix. Man benötigt zusätzlich ein Nudelholz, damit man zwei Pasta-Bahnen mit einander verbinden kann, um auf die volle Breite des Bretts zu kommen. Kein Nudelholz braucht man, wenn man eine Empanadas-Form verwendet. Dann jedoch sticht man jede Ravioli einzeln (Ich hielt die Empanadas-Form übrigens lange für eine Zitronen-Presse. Ist also multi-funktional.), und das dauert ebenfalls seine Zeit.

Dieser Pasta-Teig enthält kein Ei, er lässt sich theoretisch problemlos aufbewahren und später verwenden.