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Rusks à la Ayurveda!

Seit ich bei meiner Tante Grit und ihrer Freundin Marietjie in Kapstadt war, nehme ich mir vor, Rusks selbst zu machen. Heute ist es soweit. Rusks sind eine Art Biscotti - erst in Tee getunkt entfalten sie ihr wahres Aroma. Der Aufwand lohnt sich, Rusks halten sich lange.

Südafrikanische Rusks

Für 1 Blech brauchst du:

ca. 700 g Mehl. 

1 cup Sonnenblumenkerne

1 cup geröstete Mandelkerne

1 cup Haferkleie

ca. 300 g Ghee

ca. 200 g Rohrrohrzucker

4 TL Weinsteinbackpulver

Eine Messerspitze Vanille

ca. 500 ml Hafermilch

3 mittelgroße Eier

Gut zu wissen:

Die klassischen Rusks sind Buttermilk Rusks. Diese Variante kommt ohne Buttermilch aus, verzichtet aber nicht auf Eier, wie es sonst bei Ayurveda üblich ist.

Rusks brauchen Zeit. Einen Tag sollte man einplanen. Wirklich.

Rusks backt man auf Vorat

Eine schnelle Sache sind Rusks nicht, ebenso wenig energiesparend. Die bodenständigen südafrikanischen Biscotti sind zwar schnell angerührt - dann aber werden sie mehrere Stunden bei kleiner Hitze und geöffneter Backofen-Tür getrocknet. Aber, aber!, versuche ich zu begründen, sie sind so lecker! Und man back für schlechte Zeiten!

Marietjie erzählte, dass ihr Vater früher Rusks mit auf Reisen nahm. Unterwegs, bei kleinem Gepäck, bieten die Rusks ein kleines, aber gehaltvolles Frühstück, dass sich leicht verstauen und gut transportieren lässt. Auch das Servieren von Rusks für Gäste als kleiner Happen vor dem Frühstück gehört zur südafrikanischen Kultur. Mein Morgen in Betty's Bay begann oft mit einem Rotbusch-Tee, Hafermilch und etwas Honeybush-Honig, in den ich 1-2 Rusks tunkte, um die Zeit bis zum Frühstück zu überbrücken. Köstlich!

So geht's

  1. Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Haferkleie, Vanille) in einer großen Schüssel vermischen.
  2. Die feuchten Zutaten ebenfalls verbinden: Zucker und Eier schaumig schlagen, dann langsam geschmolzenes Ghee, Butter oder Sonnenblumenöl hinzugeben. Milch angießen..
  3. Sobald alles gut vermischt ist, kann die feuchte Mischung zu den trockenen Zutaten gegeben werden. Wenn alles zu einem gleichmäßigen Teig verrührt ist, die gerösteten Nüsse bzw. Mandel- und Sonnenblumenkerne unterheben.
  4. Den Teig auf einem Backblech gleichmäßig verteilen und bei ca. 200°C etwa 40 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Die Rusks sind fertig, wenn bei der "Stäbchenprobe" (ich nehme meist ein asiatisches Stäbchen) kein Teig am Stäbchen mehr haften bleibt.
  5. RUSKS ZUSCHNEIDEN: Ich habe gelernt: Je kälter sie sind, desto besser lassen sich die Rusks zuschneiden. Funktioniert!
  6. RUSKS TROCKNEN: Nach dem sie abgekühlt und zugeschnitten sind, werden die Rusks bei 100°C im Backofen mit leicht geöffneter Backofentür etwa 6 Stunden getrocknet. Das ist schlecht für die Energiebilanz (Fliegen übrigens auch), gibt am Ende aber ein Blech herrliche Rusks. 

Guten Appetit!