Kuchen #1: Muffins à la Ayurveda

Ich backe wieder vor für eine Rad-Tour entlang der Havel. Am 01. Juli radeln wir von Wittenberge Richtung Berlin. Ich brauche ein mobiles Frühstück und entscheide mich für zweierlei Muffins.

Muffins mit Camouflage-Effekt - zumindest auf Omas altem Küchentisch
Muffins mit Camouflage-Effekt - zumindest auf Omas altem Küchentisch

Daniel und ich haben uns dieses Jahr für Kurzurlaube entschieden. Erst Venedig, und jetzt wollen wir in Berlin Freunde besuchen (und aufs Massive Attack Konzert). Der Weg ist das Ziel sagt man, und so wollen wir von Wittenberge entlang der Havel zumindest bis nach Potsdam radeln.

Ayurveda läuft noch, und ich brauche ein mobiles Frühstück. Da es bereits 21h ist, und ich die folgenden Tage nicht in Hamburg bin, muss es schnell gehen. Ich entscheide mich für zweierlei Muffins. Die Rezepte haben mich beide begeistert, vor allem deshalb, weil neben dem guten Geschmack auch die Mengenangaben mit meinen Förmchen gut passten.

Ich verwende übrigens Silikon-Förmchen in Herzchenform. Die Herzchen-Form ist nicht zwingend, sie kam im Paket. Silikon-Formen empfehle ich wärmstens: Die Backzeit ist in der Regel kürzer und sie sind einfacher zu verstauen, da man sie zusammendrücken kann. Und sie müssen nicht eingefettet werden. Es gibt zwar auch Untersuchungen, dass die Formen bei Erhitzung Schadstoffe abgeben können, ich vertraue jedoch zunächst einmal dem genannten Tipp, die Formen bei Erstgebrauch zu erhitzen und die Schadstoffe entsprechend auszudünsten.

Zurück zu den Muffins:

Dieses Rezept von Möhren-Sonnenblumenkern-Muffins habe ich leicht variiert, indem ich die Menge reduziert habe (auf etwa die Hälfte, genug für ein Blech/6 Muffins), Muskat weggelassen habe (Daniel ist allergisch), Sonnenblumenöl durch Ghee ersetzt, und als Mehl teils italienisches Maronenmehl vewendet habe. Die Möhren und das Maronenmehl geben den Muffins eine ganz eigene Süße, die mir sehr gefallen hat.

Die zweite Sorte, die ich gebacken habe, waren Muffins mit getrockneten Aprikosen. Hier habe ich das Mehl zur Hälfte durch Dinkel-Mehl ersetzt. Normalerweise verwende ich getrocknete Aprikosen in Schmorgerichten. Ich liebe die feine, dunkle Süsse der Aprikosen und wollte gerne versuchen, wie sich die Aprikosen in süssem Gebäck machen. Ich finde: grossartig!

Während Daniel im Wohnzimmer das WM-Spiel Griechenland gegen Côte d'Ivoire verfolgte, versüsste ich mir die Backzeit mit Wissen über das Ohr. Kollegen hatten mir die Podcasts von Tim Prittlove empfohlen, normalerweise höre ich sie beim Joggen. Ich befülle gerne den Kopf bei automatisierten Bewegungsabläufen. Während ich Ei und Zucker quirlte, lernte ich diesmal, dass ich keine Angst haben muss, vor Insekten, die in mein Ohr krabbeln - dem Ohrschmalz sei Dank. Dies ist übrigens die einzige Form von Multitasking, wenn wir schon bei den Klischees (Mann/Fussball/TV und Frau/Küche) sind, die ich beherrsche.

Möhren-Sonnenblumenkern-Muffins

Zutaten (für 6 Muffins / eine Form voll)
  • 1 Cup Mehl (Weizen- / Maronenmehl, jeweils zu 50%)
  • 1-2 mittelgroße Möhren, geraspelt
  • 1/3 Cup Rohrrohrzucker
  • 1/3 Cup Ghee
  • 1 Ei
  • 1/2 Cup Sonnenblumenkerne, leicht angeröstet in der trockenen Pfanne
  • 1 gehäufter Teelöffel Weinstein Backpulver
  • Etwas (Kuh-, Soja-, Hafer-)Milch

Muffins mit getrockneten Aprikosen

Zutaten (für 6 Muffins / eine Form voll)

  • 3/4 Cup Mehl (halb Weizen-, halb Dinkelmehl)
  • 1/2 Cup Haferflocken
  • 1 gehäuften Teelöffel Weinstein Backpulver
  • 1/2 Cup Rohrohrzucker
  • Etwas (Kuh-, Soja-, Hafer-)Milch
  • 1/3 Cup Ghee
  • 1 Ei
  • 1/2 Teelöffel Vanille
  • 1/3 Cup getrocknete Aprikosen, in kleine Stücke geschnitten
  • Ein paar Haferflocken als Topping

Zubereitung: ca. 30 Min je Muffin-Sorte

  • Mehl & Backpulver in eine große Schüssel sieben.
  • Als nächstes werden die feuchten Zutaten zusammengerührt: Zucker und Butter schaumig rühren, das Ei dazugeben, dann eventuelle Gewürze.
  • Dann werden flüssige und feste Bestandteile miteinander verbunden: Die Butter-Ei-Mischung über das Mehl geben und mit einem Holzlöffel eben so viel umrühren, bis beides grob verbunden ist.
  • Wirkt der Teig zu fest bzw. bröselig, gieße ich etwas Milch an.
  • Als letztes wird die Füllung untergerührt.
  • Den fertigen Teig in die Muffin-Form geben und bei ca. 180°C etwa 15 Minuten backen bzw. so lange, bis kein Teig mehr am Stäbchen klebt. Ich nutze zum Test meist asiatische Stäbchen. Ebenso gut haben sich Rouladenspieße oder Messer bewährt.

Fazit

Muffins - wirklich dankbar einfache, süße kleine Happen. Etwas für die Seele, wenn es mal schnell gehen muss. Außerdem sind sie super zu transportieren.