Rezept: Zimt-Pancakes!!

Am Wochenende gibt es bei uns Pancakes! Ich habe bereits gut ein Dutzend Pancake-Rezepte ausprobiert: Hier kommt mein Favorit - in einer Abwandlung mit Ayran. Als Topping Ahornsirup, geröstete Nüsse und Kokos-Flakes. Was für ein Start in den Sonntag!

Daniel und ich haben sehr unterschiedliche Vorlieben beim Essen. Wir treffen uns bei Pancakes. Das erste Rezept, was wir gemeinsam ausprobierten, stammte aus meinem Anti-Reflux-Kochbuch. Damals war ich noch nicht auf dem Ayurveda-Trip, noch nicht laktoseintolerant (bzw. wusste nichts davon), dokterte aber bereits an meiner Ernährung herum. Die Anti-Reflux-Diät bedeutete für mich vor allem eines: Verzicht auf Genussmittel. Und zwar alle. Keine Schokolade, kein Alkohol, kein Kaffee, kaum Zucker, kein Spaß.

Umso überraschter war ich, im Kochbuch ein Rezept für großartige Pancakes zu finden. Das Rezept verwendet geringe Mengen Fett, ein Großteil der Süße kommt von zerdrückten Bananen. Ich liebte es! Bis ich feststellte, dass ich Milchprodukte nicht mehr gut vertrage. Seit dem probierte ich eine Reihe Rezepte aus - vornehmlich mit dem Ziel um die Buttermilch herumzukommen. Keines konnte die Pancakes von Dropping the acid bislang toppen.

Mit Ayurveda versuchte ich, auch um die Eier im Pancake-Teig herumzukommen. Zum Glück scheint nahezu jede Kultur Pancakes oder Pfannkucken in irgendeiner Form zu backen: Es gibt unendlich viele Rezept im Netz. Ich variierte mit Mehltypen, Milchersatz und Zuckerarten. Die Ergebnisse: Naja.

Ich testete unter anderem Pancakes mit Kichererbsen-Mehl - eine Variante, die der ayurvedischen Küche am nächsten kommt. Beim Anrühren des Teigs sagte Daniel, der Geruch erinnere ihn an zweierlei: Sopaipillas und Farinata genovese. Sopaipillas sind eine chilenische Spezialität, und zwar donutähnliche Teilchen mit Kürbis, deren süßliches Aroma denen des Kichererbsenmehls ähnlich ist. Farinata genovese ist, wie der Name sagt, eine Spezialität aus Genua: Ein herzhafter, focacciaähnlicher  Teig aus Kichererbsenmehl mit Olivenöl, Pfeffer und Salz. Die Konsistenz gefiel mir jedoch nicht. Ich vermisste die Fluffigkeit.

Heute gebe ich mich geschlagen und kehre zurück zum klassischen Rezept. Ich habe keine Alternative - irgendwann vielleicht. Bis dahin werden meine Pancakes mit Ei und Buttermilch bzw. Ayran gemacht. Wer Ayran verwendet benötigt übrigens kein Salz, denn Ayran ist bereits gesalzen. Ich mache es hiermit offiziell: Heidi Swanson's favorite pancake recipe ist auch mein Lieblings-Pancake-Rezept. Gleich danach kommen die Banana-Pancakes von Dropping the Acid.

Ich bereite den Teig meistens direkt nach dem Aufstehen vor: Ich rühre alle Zutaten, bis auf Backpulver und Natron, an und stelle die Mischung in den Kühlschrank. Ähnlich wie beim Muffinteig reicht es, den Teig leicht zu verrühren - er darf ruhig etwas klumpig sein. Dann geht's mit Zeitung und Tee aufs Sofa, zum Laufen in den Park, oder zurück zu Daniel ins Bett. Etwa 2 Stunden später, kurz bevor wir die Pancakes machen, hole ich den Teig aus dem Kühlschrank und rühre Backpulver und Natron hinein. Diese beiden Zutaten erst kurz vor dem Zubereiten hinzuzufügen ist wichtig, denn man möchte, dass die chemische Reaktion des Backpulvers erst dann stattfindet. 

Pancakes gelingen am besten bei mittlerer Hitze. Man gießt eine kleine Kelle Teig in die Mitte der Pfanne, wartet 1-2 Minuten, bis sich Blasen gebildet haben, dann wendet man den Pancake und backt die andere Seite, bis sie ebenfalls goldgelb ist. Die Arbeitsteilung bei uns ist meist so, dass ich den Teig anrühre und Daniel die Pancakes macht. Heute habe ich jedoch selbst die Kelle geschwungen:

Pancake-Teig mit frischen Kräutern
Pancake-Teig mit frischen Kräutern: Blasen zählen und…
Goldgelbe Pancakes: Fertig nach 1-2 Minuten je Seite.
… wenden!

Da der Herbst zur Zeit außergewöhnlich schöne Tage schenkt, nahmen wir nach dem Frühstück die S-Bahn in Richtung Klein Flottbeck und spazierten durch den botanischen Garten. Der Eintritt ist kostenfrei. Sicherlich gibt es zu anderen Jahreszeiten mehr (oder anderes) zu sehen, der Besuch lohnte sich dennoch. Nach zwei Stunden fielen wir ermattet auf das Sofa und gönnten uns den Rest des Nachmittags Ruhe und Zerstreuung. Sonntag eben!

Süße Pancakes mit Ayran

Zutaten:

  • 1 Cup Weizen-Vollkornmehl
  • 1 Cup Dinkelmehl
  • 1 Packung Ayran (entspricht in etwa 1 Cup)
  • 1 Cup Hafermilch - oder eine andere Milch, je nach Belieben
  • 1/3 Cup Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Zimt
  • 1 Messerspitze Vanille
  • 2 EL Ghee/Butter
  • 2 Eier, leicht verquirlt

Zubereitung:

  1. Mehl, Zucker, Zimt und Vanille in eine große Schüssel sieben und vermischen.
  2. Ghee schmelzen (am besten in der Pfanne, die zum Zubereiten der Pancakes verendet wird).
  3. Die flüssigen Zutaten (Ghee/Butter, Eier, Ayran und Hafermilch) in einer kleineren Schüssel vermengen und zu den trockenen Zutaten geben und gerade so viel miteinander verrühren, dass die Zutaten leicht gebunden sind. Nicht zu viel, es dürfen ein paar Klümpchen bleiben.
  4. Ab in den Kühlschrank, für ca. 1-2 Stunden.
  5. Kurz vor der Zubereitung 1 TL Backpulver und 1/2 TL Natron zum Teig geben und kurz unterrühren.
  6. Eine Pfanne erhitzen und bei mittlerer Hitze mit dem ersten Pancake beginnen: Man gebe eine kleine Kelle voll Teig in die Mitte der Pfanne, warte 1-2 Minuten bis sich Blasen bilden, und wende den kleine goldgelben Freund.
  7. Fertig ist der Pancake nach 2-3 Minuten, wenn beide Seiten goldgelb gebacken sind und der Teig schön fluffig aufgegangen ist.

Köstlich! Topping nach Laune - ich liebe: Ahornsirup, geröstete Nüsse, Chutneys, gedünstetes Obst: z. B. karamelisierte Äpfel oder Birnen. Ich wünsche einen schönen Sonntag!