Rezept: Ich backe Gemüse (Zucchini-Brot)

Das perfekte Sonntags-Programm: Ausschlafen, joggen, Frühstücken gehen, backen, auf dem Sofa lümmeln mit dem Liebsten, "Weeds" schauen, kochen. Mit anderen Worten: auf ganzer Linie entspannen. Unter anderem mit einem Zucchini-Brot Rezept von 101cookbooks.com.

Zucchini-Brot mit dem Holunderblüten-Gelee meiner Freundin Dorit und ein Kaffee
Zucchini-Brot mit dem Holunderblüten-Gelee meiner Freundin Dorit und ein Kaffee

Ich habe ausgeschlafen. Es kommt nicht oft vor, dass ich lange schlafe - meist erwache ich auch am Wochenende gegen 8 Uhr. Der Rhythmus des Alltags hat sich eingebrannt. Ich bedaure das eigentlich nicht, ich liebe die Morgenstunden. Ich liebe das frische Der-Tag-liegt-noch-vor-mir-Gefühl. Mittlerweile schätze ich jedoch auch die späten Morgende, vor allem weil sie rar sind. Ich erwachte also gegen 9 Uhr 30, zog mir die Laufklamotten an und lief eine kurze Runde Richtung Volkspark. 

Exzellenten Sonntags-Kaffee gibt es in der Tarterie St. Pauli - einzig das Croissant war ein wenig verkohlt. Ich gönnte mir French Toasts mit einer köstlichen Apfel-Quitten-Marmelade, Daniel wählte ein deftiges Rührei mit Speck. Die Tarterie ist ein kleiner Laden im Herzen St. Paulis. Eine typische Hipster-Lokalität, bei der mir vor allem der Kaffee in Erinnerung geblieben ist. 

Vom Regen überrascht nahmen wir die S-Bahn um nach Hause zu kommen, lümmelten uns dort aufs Sofa und gönnten uns einige Folgen Weeds. Am Nachmittag wollte ich backen. Backen entspannt mich. Ich hatte ein paar Zucchini und Karotten im Haus und wollte einige Muffins und ein Zucchini-Brot vorbereiten, da nächste Woche eine Fahrt nach Polen ansteht. Die polinsche Küche ist klassischerweise das Gegenteil einer leichten Ayurveda-Diät und ich möchte zumindest für das Frühstück und zwischendurch ein paar leichte Alternativen im Gepäck haben.

Das Rezept aus meinem Ayurveda-Kochbuch war zwar sehr lecker und hatte eine angenehme Süße, ich wollte jedoch diesmal ein Rezept des Blogs 101cookbooks.com ausprobieren, den ich sehr schätze. Ich bin kein Freund von kandiertem Ingwer, also ließ ich den und einige andere Zutaten weg. Heraus kam ein leckeres, nussiges Zucchini-Brot mit einer dezenten Süße. Perfekt zum Kaffee, jedoch selbst als Frühstücks-Snack mit Marmelade eignet dieses Brot hervorragend.

Zucchini-Brot mit gerösteten Mandeln, Kürbis- und Pinienkernen

Zutaten für eine Kastenform/einen Laib:

  • 3/4 Cup geröstete Mandeln, Kürbis- und einige wenige Pinienkerne
  • 1 Cup Weizenvollkorn-Mehl
  • 1/4 Cup Weizen-Mehl
  • 1/4 Cup Maronen-Mehl
  • 1/4 TL Back-Natron
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Ras-El-Hanout
  • 1/4 Cup Butter/Ghee oder Öl
  • 2 Eier
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL braunen Rohrrohrzucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 1/2 Cup geraspelte Zucchini (mit Schale)

Zubereitung (ca 1h inklusive Backzeit):

  1. Eine kleine Kastenform einfetten und mit etwas Mehl bestäuben, so dass das Zucchinibrot nicht an der Form haften bleibt.
  2. Die trockenen Zutaten mischen: Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Zimt, Ras-El-Hanout in einer großen Schüssel locker vermischen.
  3. Die flüssigen Zutaten mischen: Das weiche Ghee oder Butter bzw. Öl, je nach Belieben, mit dem Zucker schaumig schlagen. 
  4. Die Eier (eins nach dem anderen) hinzugeben, sowie den Vanillezucker.
  5. Eine halbe große Zucchini raspeln und die Hobel unter die Butter-Zucker-Ei-Mischung heben.
  6. Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und mit einem Holzlöffel leicht vermischen (nur so, dass die Zutaten eben verbunden sind).
  7. Das Zucchinibrot kommt bei 175°C ca. 35-45 Minuten in den Ofen. Mein Ofen ist relativ stark, so dass die Backzeit in der Regel reduziert werden kann - am besten, man prüft mit einem Stäbchen oder Messer, ob der Teig innen noch flüssig ist. Wenn kein Teig mehr am Stäbchen oder Messer haften bleibt, ist das Brot fertig. 

Wohl bekommt's!