Rezept: Dinkelbrot

Ich backe für ein Wochenende an der polnischen Grenze. Nächstes Wochenende geht's mit Freunden nach Ramin. Anlässlich des Geburtstags einer Freundin entkernen wir zusammen einen alten Gutshof. Ich reise an mit Ayurveda im Gepäck. 

Das ist der Moment, wo es manchmal stressig wird. Nicht gut für mein Pitta-Ich. Mir fiel gestern ein: Wenn wir an der polnischen Grenze zelten, muss ich entweder auf Ayurveda verzichten, oder alles mitnehmen. Ich habe also eine Liste erstellt, wie ich das Wochenende ayurvedisch machen könnte.

Heute ist Pfingstmontag und der Plan für heute heißt: Backen, backen, backen. Für das Polen-Wochenende möchte ich vorbereiten:

  • Laddus, ein indischer Snack aus Kichererbsenmehl. Schätzen gelernt habe ich Laddus beim Yoga-Unterricht von Christine Ast in Leipzig. Selbst gemacht habe ich Laddus noch nie - eine Premiere also.
  • Ein Dinkelbrot. Meine Ayurveda-Diät empfiehlt auf Brot zu verzichten. Ich möchte wenigstens auf Hefen und mir unbekannte Zusatzstoffe verzichten. Auch dieses Rezept ist neu.
  • Hafermuffins. Ebenfalls ein neues Rezept. Hafermuffins sollen meinen Hafer-Porridge am Morgen ersetzen - Hafer zum Mitnehmen quasi.

Ich möchte hier nur das Brot-Rezept im Detail vorstellen. Wer sich für die anderen beiden interessiert, kann einfach den Links folgen. Ich habe mich diesmal weitestgehend an die Original-Rezepte gehalten, bis auf:

Beim Muffin-Rezept habe ich die Haferflocken vorab in der Milch eingeweicht (ca. 1h sollte ausreichen) und nur Ei, Butter und Zucker zusammen angerührt und am Ende alles zur Milch-Haferflocken-Mischung gegeben. Ich habe Rosinen und geröstete Mandeln mit beigegeben, dies entscheidet man am besten ganz nach persönlichen Vorlieben. Ich hatte diesen Tipp in einem anderen Rezept gesehen. Haferflocken und Milch ergeben so einen homogeneren Teig, scheint mir.

Beim Laddu-Rezept habe ich die Kokosraspeln weggelassen. Ich hatte keine im Haus. Beides schmeckt sicherlich gut. Beim Yoga habe ich die Laddus sehr nussig in Erinnerung, daher ging ich davon aus, dass auch eine Variante nur mit gemahlenen Mandeln schmecken wird.

Nun zum Brot: Es sieht toll aus! Auf den ersten Blick ist die Kruste ziemlich fest, eventuell kann man es daher auch früher als 40-50 Minuten aus dem Ofen nehmen. 

Dinkelbrot

Für einen Brotlaib braucht man:

  • 750 g Dinkel-Mehl
  • 3/4 l lauwarmes Wasser
  • 1 EL Salz
  • 2 Pack. Weinsteinbackpulver
  • 1/2 TL Zucker
  • Brotgewürzmischung aus Kümmel, Anis und Fenchel (2 TL je)

Zubereitungszeit ca. 3h:

  1. Als erstes habe ich das Brotgewürz hergestellt. Ich nutze dafür in der Regel meine Kaffeemühle. Blitzschnell zerkleinert sie 2 Teelöffel Kümmel, Fenchel und Anis zu einer homogenen Gewürzmischung.
  2. Das Dinkel-Mehl und Salz in eine große Schüssel sieben und einen Mulde in der Mitte hineindrücken.
  3. Dorthinein vorsichtig ein 3/4 L lauwarmes Wasser gießen.
  4. Backpulver, Zucker und Brotgewürz im lauwarmen Wasser einrühren.
  5. Dann geht es an den Teig: Von außen das Mehl in Richtung Mitte (zum Wassergemisch) rühren, am besten mit einem Holzlöffel. Ich rühre meist mit einem Holzlöffel vor. Wenn sich alles bereits etwas verbunden hat, wechsele ich und nehme die Hände.
  6. Einen homogenen Teig kneten. Immer etwas Mehl auf die Hände geben, damit der Teig nicht klebt.
  7. Als nächstes muss der Teig ruhen, und zwar im Backofen bei 40°C für 1 1/2 Stunden.
  8. Nach Ablauf dieser Zeit den Teig noch einmal kräftig durchkneten und für weitere 20 Minuten im Ofen gehen lassen.
  9. Noch einmal durchkneten und dann den Teig in eine gut gefettete und mit Mehl ausgestreute Kastenform platzieren.
  10. Das Brot kommt für weiter ca. 40 Minuten bei 220°C in den Ofen und ist dann … hmmmmmmmm! … fertig!